Die Milz in der TCM: Mitte, Vertrauen und innere Stabilität
Die Milz in der TCM: Mitte, Vertrauen und innere Stabilität
Die Milz und ihre Rolle in der Organuhr & TCM - Shiyatsoo
Milzzeit
9-11h: Sich selbst nähren, um geben zu können
Im Rhythmus der Organe
Die Milz schenkt uns unsere Mitte.
Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin steht die Milz für Fürsorge, Mitgefühl und die Fähigkeit, uns selbst zu nähren. Sie erinnert uns daran, dass Geben und Empfangen im Gleichgewicht sein dürfen.
Wer viel gibt, vergisst manchmal, auch sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken. Dann wächst die Sehnsucht nach etwas, das das Leben für einen Moment leichter macht. Nicht selten greifen wir zu Schokolade oder anderen süssen Dingen – als kleiner Trost oder um uns selbst etwas Gutes zu tun.
Die Milz freut sich über Süsse, jedoch in einem ausgewogenen Mass. Ein Übermass kann sie in ihrer natürlichen Aufgabe schwächen. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt die Milz die Umwandlung der Nahrung in Energie und versorgt den Körper mit dem, was er für seine tägliche Kraft benötigt.
Zwischen 9 und 11 Uhr erreicht die Milz ihre grösste Aktivität. Viele Menschen erleben diese Zeit als eine Phase besonderer Konzentration und Leistungsfähigkeit.
Der Partner der Milz ist der Drei-Fach-Erwärmer. Während die Milz tagsüber für Versorgung und Energie steht, übernimmt der Drei-Fach-Erwärmer am Abend eine andere Aufgabe: Er begleitet den Körper beim Übergang in die Ruhe und unterstützt Regeneration und Ausgleich.
Vielleicht lädt uns die Milz deshalb immer wieder zu einer einfachen Frage ein:
Wie gut sorge ich für mich selbst – nicht nur körperlich, sondern auch mit Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Zeit?
Die Handschrift der Milz:
Element: Erde
Funktionskreis: Milz / Magen
Partner: 3-fach Erwärmer
Emotion: Empathie
Wie sorgst du heute für dich selbst?
Die Milz kennt die Sprache der Fürsorge. Sie erinnert uns daran, dass Geben und Empfangen im Gleichgewicht sein dürfen. Wer sich selbst regelmässig Aufmerksamkeit schenkt, muss sie nicht ständig im Aussen suchen. Manchmal beginnt echte Nahrung dort, wo wir uns selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen wie einem geliebten Menschen.
Shiatsu erinnert den Körper an seine natürliche Mitte. Dort, wo Fürsorge nicht zuerst den anderen gilt, sondern auch uns selbst. Aus dieser Mitte darf neue Energie entstehen – ruhig, nährend und ohne Eile.