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Organuhr

Organuhr

Organ-Uhr

Jedes Organ hat eine Zeit, in der es am meisten mit Energie versorgt wird – 12 Stunden später am wenigsten.
Die Organuhr zeigt uns unseren natürlichen Rhythmus und wenn wir die Fähigkeit erwerben dürfen, auf unseren Körper zu achten, leben wir in Einklang mit diesem natürlichen Rhythmus und können Wohlbefinden und Krankheiten vorbeugen. Die Organe können wir zu ihrer Maximalzeit besonders gut unterstützen, da sie besonders empfänglich sind.

 3h bis 5h (Lunge): Atmen!
Das Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Die Lunge repräsentiert das Ja zum Leben und liebt frische Luft. Auch widrige Umstände motivieren die Lunge, ihren Überlebenstrieb anzukurbeln. Wer es aus dem Bett und aus der Komfortzone schafft, um die Lunge in den frischen, frühen Morgenstunden mit auf einen Spaziergang oder ein paar Atemzüge an der frischen Luft zu nehmen, dem wird es die Lunge danken.

5h bis 7h (Dickdarm): Der grosse Loslasser!
Bevor wir den Magen wieder füllen, sollten wir zuerst Platz schaffen und Abfallprodukte aus dem Körper befördern. Der Wie bei allen Gefässen kann nur neues rein, wenn altes raus kommt, sonst gibt es keinen Platz und es platzt einem der Kragen (wo der Dickdarm verläuft) oder die Verdauung leidet.

7h bis 9h (Magen): Die grosse Verdauung
Der Magen verdaut alles: Nahrung, Gefühle, Gedanken, Eindrücke. Er erweist uns einen unheimlichen Dienst, dennoch tendieren wir dazu, unsrem Magen sehr viel zuzumuten. Er nimmt alles für uns auf und wir überlassen ihm die Arbeit, alles zu zerkleinern und für uns verdaulich und verwertbar zu machen. Wir unterstützen ihn, wenn wir uns Zeit beim Essen nehmen, langsam kauen und gut einspeicheln. Und all’ das am liebsten in guter Gesellschaft bei harmonischem Beisammensein (keine Streitgespräche beim Essen, das macht den Magen sauer :-)). Um diese Zeit hat der Magen am meisten Energie und es wäre die Zeit für die grösste Mahlzeit am Tag, am liebsten warm. Die Verdauungstätigkeit ist zu dieser Zeit am aktivsten und abends, 12h später am passivsten. Leider ist es in unseren Lebensräumen üblich, zur Magen-schwächsten Zeit am meisten zu essen. Es ist kein Zufall, dass in unseren Breitengraden viele Verdauungsleiden anzutreffen sind, wobei diese vielfältigen Ursachen haben können. Abends schonend zu essen, würde den Magen allerdings unterstützen.

9h bis 11h (Milz): Sich selbst Mutter sein!
Die Milz gibt gerne. Aufmerksamkeit, Liebe, Mitgefühl. Findet sie nicht von selbst regelmässig zurück in ihre Mitte, greife ich gerne zurück auf Schokolade & Co. um mir das Leben vorübergehend etwas zu versüssen. Zu viel Süsses kann die Milz allerdings schwächen und sie in ihrer Aufgabe hindern, alte Zellen aus dem Körper zu transportieren, wie Nährstoffe in Energie umwandeln und von der Mitte in die Peripherie zu transportieren.

11h bis 13h (Herz): Lebensfreude!
Unser Herz regiert alle Organe. Vom Herz werden die Abläufe im Körper koordiniert. Das Herz ist aber auch die Verbindung zum Himmel. Inspiration gelangt durch unser Herz in unser Bewusstsein, bevor es sich zur Vision entwickelt. Manchmal mag der Funke nicht richtig springen und es ist schwierig, das Feuer zu entfachen, Traurigkeit, Ratlosigkeit und Depression ergreift von uns Besitzt, oder aber es brennt so stark, dass die Flammen alles zu verbrennen drohen, bis nur noch Asche übrigbleibt – dann ist Ruhe und Verankerung angesagt, wir müssen uns wieder sammeln und auf das Wesentliche konzentrieren, damit ein Phoenix aus der Asche hervorgehen und neues, schönes entstehen kann. Das Herz mag Ruhe, ein Schläfchen über Mittag stärkt das Herz. Es ist sehr anfällig für Agitation und am Mittag, zur höchsten Energiezeit, sollte man es ein bisschen schonen, damit es nicht übermütig wird.

13h bis 15h (Dünndarm): Auf sich selbst hören!
Nun wird Blut & Energie für die Verdauung benötigt – es kein guter Zeitpunkt für Körperliche Arbeit aber zum Reflektieren, Sinnieren oder Meditieren. Der Dünndarm trennt Trübes und Klares aus der Nahrung, nachdem der Magen es zerstückelt hat. Der Dünndarm trennt ebenfalls Trübes von Klaren in unserer Gedankenwelt. Er sorgt dafür, zu integrieren, was unser Herz möchte und hinauszubefördern, was wir nicht als unseres erachten. Der Dünndarmmeridian zieht nah an unserem Ohr vorbei und vermittelt uns unsere eigene, leise, innere Stimme – lasst uns hören, was sie zu sagen hat!

15h bis 17h (Blase): Reguliert Aktivität/Ruhe!
Nun ist die Zeit für Aktivität. Körperlich, geistig, sozial. Es ist die Zeit, deine Stärken (auszu-) nutzen. Viel Wasser und ungesüsste Getränke trinken, welche die Reinigungsfunktion der Blase zu dieser Zeit besonders unterstützen. Auf das Langzeitgedächnis kann man zu dieser Zeit gut zurückgreifen – eine gute Zeit zum Lernen, analysieren und in die Tiefe zu gehen.

17h bis 19h (Niere): Das Potential erkennen & entfalten!

Nun ist es Zeit zur Ruhe zu kommen – da der Magen sein Energietief hat, wäre leichte, zerkleinerte, gut verdauliche, gekochte Nahrung angebracht, damit das System keine Energie aufwenden muss. Unter anderem sorgt die Niere für einen guten Schlaf, als Vorbereitung kann man schon zu dieser Zeit langsam das Tempo zurücknehmen, Aufregung vermeiden und den Puls und Blutdruck herunterkommen lassen. Das macht der Körper zwar automatisch, aber wir neigen dazu, diesen beim Einkaufen oder Abwasch wieder in die Höhe zu jagen. Genau: der Abwasch ist unvermeidbar und muss sein, aber vielleicht findest du einen Weg, diesen meditativ zu verrichten und eins nach dem anderen zu erledigen, ohne darüber nachzudenken, was man alles noch machen muss am Abend – das kann kontraproduktiv sein. Konzentriert man sich auf die Aktivitäten ist man produktiver und wir schaffen es, in nützlicher Zeit, viel zu erledigen. Der Schlaf wird es uns danken und es mag sein, dass wir hie und da noch eine zündende Idee für ein Projekt oder ein Vorhaben haben, die wir am nächsten Tag oder in der laufenden Woche noch anreissen möchten. Ruhe hilft Wünschen und schlummernden Plänen den Weg ins Bewusstsein zu finden.

19h bis 21h (Perikard): Das Soziale Herz!
Jetzt ist die Zeit für romantische Liebe und Zeit mit Freunden & Familie. Das Perikard schützt das Herz – ist es stark, können wir ein Ungleichgewicht von Körper & Seele gut wiederherstellen.

21h bis 23h (Dreifacher Erwärmer): Regeneration!
Der 3-fach Erwärmer wirkt wie ein Thermostat in unserem Körper und reguliert unsere Körpertemperatur. Es liefert einen hohen Beitrag ans Immunsystem und hält die Wasserwege im Körper frei. Der Magen erreicht sein tiefstes Energielevel und die Regeneration beginnt. Im übertragenen Sinne regelt das Perikard unsere Beziehungen und die eigenen, während der 3-fach Erwärmer die Beziehungen zu aussen regelt. Nun können wir Gedanken & Gefühle fliessen lassen und reflektieren, wer/was uns heute begegnet ist und wie wir darauf reagieren möchten oder reagiert haben.

23h bis 1h (Gallenblase): Lilö (Licht löschen)!
Nun hat die Gallenblase am meisten Energie hat. Schweres Essen & Alkohol schränkt um diese Zeit die Arbeit der Gallenblase ein. Wer jetzt nicht einschlafen kann, kann versuchen, seine Hüften etwas zu dehnen, es kann sein, dass da die Gallenblase noch etwas Aktivität sucht. Es ist die ideale Zeit zum Schlafen, da die Gallenblase alle ausserordentlichen Gefäss Aspekte versorgt (Hirn, Herz, Knochen, etc…) und jetzt am meisten Energie für diese Arbeit zur Verfügung hat. Wenn wir schlafen, belasten wir unser System sonst nicht und der Körper kann sich auf seine Arbeit fokussieren.

1h bis 3h (Leber): Träumen!
Die Augen sind das Fenster zur Leber. Eindrücke, die wir tagsüber über die Augen aufnehmen, verarbeiten wir nachts in unseren Träumen. Die Leber ist für unsere Träume zuständig und reflektiert unsere innere Führung. Um diese Zeit entgiftet unser Körper maximal, Menschen, die oft zu dieser Zeit aufwachen, können sehr kreativ sein – viele Künstler arbeiten nachts zur Leberzeit, da Kreativität ein Aspekt der Leber ist. Es kann aber auch sein, dass die Leber überlastet ist und mit der Reinigung gefordert ist. Tagsüber schickt die Leber das Blut dahin, wo es gebraucht wird – in die Muskeln, in die Peripherie, ins Gehirn – und abends kehrt das Blut zurück in die Leber, deshalb ist zu dieser Zeit der Körper äusserst empfindlich, friert vermehrt und braucht Ruhe.