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Was sind Wandlungsphasen?

Was sind Wandlungsphasen?

Die 5 Wandlungsphasen

Wofür das Holz steht:
Frühling mit der Farbe grün
Die Zeit der Entwicklung und des Wachstums
Die Leber macht den Plan und die Gallenblase setzt ihn um: Eine fein abgestimmte Koordination zwischen Architekt und Bauleiter. Wenn die Entwicklung stagniert, werde ich wütend, weil es nicht vorwärts geht. Die Galle kommt mir hoch, weil es nicht läuft, wie ich es gerne hätte. Über die Augen nehmen wir die Aussenwelt wahr, tagsüber sind wir aktiv und im Yang. Nachts kehrt das Blut in die Leber zurück, wo unsere Wahrnehmung und Eindrücke durch die Leber verarbeitet werden. Das Holz
steht für Bewegung und Muskeln und Sehnen werden dem Holz zugeordnet. Übersäuern unsere Muskeln war der Anspruch an die Muskeln etwas zu viel. Die Leber sorgt dafür, dass das Blut von der Mitte dorthin geschickt wird, wo es gebraucht wird – in die Extremitäten.

 

Wofür das Feuer steht:
Wir tragen das Herz auf der Zunge –
was uns im Innern beschäftig, möchte hinausgetragen werden. Freude
regiert unser Herz. Im Sommer ist die Energie feinstofflich und geht gen
Himmel, wie die Flammen des Feuers. Manche spielen gern mit dem Feuer
und es kann alles verbrennen. Zurück bleibt Asche, aus der wie der
Phoenix aber auch Neues entstehen kann. Die Kraft des Herzens mag
inspirieren, ist flexibel und begeisterungsfähig. Feuer mag die Bühne
des Lebens, die Liebe, Lachen, Leidenschaft – bis hin zu Dramen, wenn es
denn sein muss.  Es gibt Feuerchen, die sich nicht recht entzünden
lassen, der Funke mag nicht springen.

Wofür die Erde steht:
Auf der Erde leben wir. Von der Erde
leben wir. Sie ist für uns Heimat und gibt uns Nahrung. In der Zeit des
Spätsommers fahren wir die Ernte ein und teilen gerne das reichhaltige
Buffet und geniessen gemeinsam – in Harmonie – bei gemütlichem Beisammen
sein. Wir bereiten die Gerichte mit Liebe zu, singen in der Küche vor
uns hin und das Wasser läuft uns im Mund zusammen, wenn wir daran
denken, was es alles zu schlemmen gibt. Die mag es süss und deshalb
greife ich gerne einmal zu Schokolade oder Keksen, um mir in schwierigen
Zeiten das Leben etwas zu versüssen. Das Dilemma: die Süsse hält nicht
an und schon bald holen mich Frust und Lust wieder ein und ich greife
zur nächsten süssen Versuchung. Zu viel Süsses kann die Milz nicht
verarbeiten und Feuchtigkeit in Form von Ödemen bleibt physiologisch in
unserem Körper stecken und mental komme ich aus dem Karussell von
Gedankendrehern nicht mehr hinaus.
Geistige und physische Nahrung
haben dieselbe Energie und müssen verdaut werden. Zuviel führt zu
Überlastung, aber nicht immer im gleichen System – die Überlastung in
der Milz kann zielloses Denken zur Folge haben.

Wofür das Metall steht:
Metall ist flexibel und formbar –
wenn es geschmolzen ist. Metall ist messerscharf, hart, unbiegsam und
kann verletzen, wenn es in festem Zustand ist. Die Dualität des Metalls
zeigt sich in vielen Aspekten: Im Herbst trocknet die Luft aus und Tau
setzt sich ab. Es wirkt auf den ersten Eindruck feucht, jedoch nur in
Erdnähe. Die Energie erhält die Lunge aus der Luft von oben, aber der
scharfe Geschmack, der dem Metall zugeordnet ist, leitet die Energie
nach unten. Die Lunge liebt Rhythmus, Struktur, Ordnung. Ordnung mag sie
in der Wohnung, wie auch im Sozialen Zusammenleben. Richter und
Juristen haben einen starken Anteil an Metall. Die Farbe des Metalls ist
weiss – der Arztkittel vermittelt Autorität und wirkt klinisch.
Ebenfalls Vorlieben des Metalls. Haut und Nase haben ihre Zuordnung im
Metall. Das Metall steht für den Instinkt, eine sehr körperliche Energie
und die Nase stellt sicher, dass wir Gefahren wittern: etwa riecht nach
einer Lüge, oder wir riechen, ob die Luft rein ist. Die Haut steht für
die Abgrenzung: Menschen können dünnhäutig sein und alles dringt ein und
man weiss sich seiner Haut nicht zu retten, andere Menschen legen sich
eine dicke Haut zu, die sie vor Verlusten und Verletzungen schützt.
Beide machen zu schaffen – also sollte man sich im Leben immer wieder
mal häuten und sich neuen Konzepten verschreiben. An Altem festhalten,
ist allerdings eine Kernkompetenz des Metalls, was es nicht gerade
leichter macht. Aber Übung macht den Meister, nur nicht verzweifeln und
in der Trauer untergehen – was das Metall bis zur Perfektion kann – wie
vieles andere auch. Perfektion bleibt metallbetonten Menschen
vorbehalten.

Wofür das Wasser steht:
Im Wasser liegt unser Wesen.
Unsere Essenz, unsere Bestimmung. In der Niere liegt unser Potential,
nun gilt es während unseres Lebens, dieses zu entwickeln. Dies ist aber
gar nicht so einfach – entscheiden wir uns ja durchaus vielleicht beim
ersten Mal für den falschen Beruf oder Lebenspartner. Bei beidem wird
die Krise vermutlich den offenen Spalt finden. Aber das macht nichts –
deshalb möchten wir es entwickeln. Mit Geduld, mit stetem Willen.
Manchmal über Umwege. Hauptsache, wir gehen vorwärts und bleiben im
Vertrauen und behalten unser Ziel vor Augen. Knochen, Ohren, Rücken sind
mit unserem Wasser verbunden. Angst ist die Emotion des Wassers. Sie
schützt uns vor Gefahr – Adrenalin gibt uns einen Extra-Kick bei der
Flucht vor dem Säbelzahntiger. Zu viel Angst kann uns hemmen – sogar
erstarren lassen. Dann können wir unseren Weg nicht mehr gehen. Die
Energie wird kalt, Schmerzen nisten sich im Rücken ein, Unruhe raubt uns
den Schlaf, weil die Verankerung und Rückhalt fehlen. Die Wirbelsäule
in Bewegung halten wirkt dem etwas entgegen, genauso wie
Stabilitätsübungen. Burnouts finden in der Blase ihr Ventil. Die Ursache
mag in anderen Meridianen liegen, aber der Blasenmeridian nimmt den
Stress auf. Er fragt nicht nach der Sinnhaftigkeit, er macht, wenn wir
ihn dazu auffordern.