Telefon: 044 523 62 46 Email:yasmin@shiyatsoo.ch       Marktgasse 18/Uraniastrasse 22 in 8001 Zürich

Die Sprache der Organe

Die Sprache der Organe

Ruhe ist kein Luxus Sie ist eine biologische Notwendigkeit Unsere Organe arbeiten nicht isoliert – sie stehen in einem engen Austausch miteinander und sind voneinander abhängig. Deshalb ist Ruhe nicht nur für ein einzelnes Organ wichtig, sondern für den gesamten Organismus. In Phasen der Ruhe können sich alle Organe regenerieren, ihre Funktionen harmonisieren und neue Kraft schöpfen. Dabei spielt nicht nur der Schlaf eine zentrale Rolle. Auch bewusste, „aktive“ Ruhephasen im Wachzustand schenken dem Körper die Möglichkeit, vom Modus des Leistens in den Modus der Regeneration zu wechseln. Erst dann können Reparatur- und Erholungsprozesse optimal stattfinden. Ist der Geist ruhig, entsteht mehr Klarheit, Fokus und Konzentration. Gedanken ordnen sich, Entscheidungen fallen leichter, und kognitive Aufgaben können mit größerer Präsenz bewältigt werden. Ruhe schafft Raum für Bewusstsein und innere Ausrichtung. Auch die Verdauung profitiert von Entspannung. Besonders der Dickdarm reagiert sensibel auf Stress. In angespannten Zeiten neigt er dazu, festzuhalten – als Ausdruck eines inneren Sicherheitsbedürfnisses und der Angst vor Verlust. In Ruhe hingegen kann er leichter loslassen und seine Aufgaben natürlicher erfüllen. Die Nieren gelten als unser Kraftreservoir. Sie speichern die tiefen Energiereserven, aus denen wir langfristig schöpfen. Bekommen sie nicht genügend Erholung und werden diese Reserven dauerhaft beansprucht, erschöpft sich das Depot zunehmend. Irgendwann fehlt die Kraft, um daraus zu schöpfen – Erschöpfung und Burnout können die Folge sein. Ruhe ist daher essenziell, damit die Nieren ihre Reserven wieder auffüllen können. Das Herz schließlich steht für unseren Esprit, unseren Geist und unser Bewusstsein. Es trägt den Wunsch nach Verbindung in sich – die Verbindung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zum größeren Ganzen. Damit sich Inspiration, Kreativität und geistige Entwicklung entfalten können, braucht das Herz Ruhe, innere Stabilität und eine tiefe Verwurzelung. Aus dieser Ruhe heraus entsteht die Fähigkeit, sich zu öffnen, zu verbinden und dem eigenen Weg mit Klarheit zu folgen. Ruhe ist daher weit mehr als eine Pause vom Alltag. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, Regeneration und ein harmonisches Zusammenspiel von Körper, Geist und Bewusstsein.

 

Der Magenmeridian geht von unter dem Auge bis zum 2. Zeh. Sieht er feine Nahrung, läuft ihm das Wasser im Mund zusammen. Der Meridian geht über die Wangen, den Hals, runter zum Bauch, über die Oberschenkel. Die braucht er auch, um in die Handlung zu kommen, sich das Objekt der Begierde, also die Nahrung zu organisieren. Der Meridian endet an den Füssen, er muss sein Essen auf den Teller bringen und das Projekt auf den Boden bringen.

Nun gibt es auch schwächer ausgeprägte Magenenergien. Sie helfen gerne, können schlecht Nein sagen, sind nett, gesellig und grosszügig..aber sie kommen leider oft zu kurz, weil die stärker ausgeprägten Magen-Jäger sich zuerst holen, was sie brauchen…in der heutigen Zeit geht es auch oft um Wollen. Auch Dinge haben wollen. Auch diese Dinge werden vom Magenmeridian „gejagt“.

Die enorme Kraft & Energie des Frühlings steigt ungebremst nach oben. Freiheit, Entwicklung, Bewegung sind die Bedürfnisse der Leber. Bewegung kanaliesert die Kraft und beruhigt sie Leber und bewahrt sie vor Wutausbrüchen oder lässt reguliert herunter geschluckten Ärger.

Die Organe erzählen uns ihre Geschichte. Wenn wir fein hinhören, erkennen wir, was sie uns mitteilen möchten. Dazu müssen wir manchmal dem Lärm des Alltags entfliehen. Damit wir Raum finden, in dem wir ihnen lauschen können.

Die Milz steht für unsere Mitte. Der ganze Verdauungstrakt steht unter ihrer Regie in der Meridianwelt. Sie versorgt zuerst die Organe im Zentrum und schickt dann Energie in die Perioherie, wenn noch etwas übrig ist.