Wann hast du das letzte Mal wirklich nichts getan?
Nicht nebenbei Musik gehört.
Nicht aufs Handy geschaut.
Nicht schon den nächsten Termin geplant.
Einfach nur geruht.
Oder anders gefragt:
Wann hast du deinem Körper zuletzt erlaubt, einfach zu sein?
Wir gönnen unserem Smartphone regelmässig eine Ladepause. Uns selbst oft erst dann, wenn der Akku längst leer ist.
Dabei ist Ruhe weit mehr als eine Pause vom Alltag.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist sie die Voraussetzung dafür, dass sich unsere Organe regenerieren und wieder miteinander in Einklang kommen. Denn kein Organ arbeitet für sich allein. Sie bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk, in dem jedes Organ das andere unterstützt.
Der Dickdarm – loslassen
Der Dickdarm erinnert uns daran, loszulassen. Unter Stress hält er häufig fest – nicht nur körperlich, sondern manchmal auch an Gedanken, Erwartungen oder Gewohnheiten. In der Ruhe fällt das Loslassen leichter.
Die Nieren – Kraft bewahren
Die Nieren gelten in der TCM als unser tiefes Kraftreservoir. Aus ihnen schöpfen wir unsere Energie über viele Jahre hinweg. Werden diese Reserven dauerhaft beansprucht, ohne dass sie sich wieder auffüllen können, entsteht Erschöpfung. Ruhe schenkt den Nieren die Möglichkeit, neue Kraft zu sammeln.
Das Herz – Klarheit finden
Das Herz steht für unseren Geist, unser Bewusstsein und unsere Fähigkeit, mit uns selbst und anderen in Verbindung zu sein. Damit Inspiration, Kreativität und innere Klarheit entstehen können, braucht auch das Herz Momente der Stille.
Vielleicht ist Ruhe deshalb gar nicht das Gegenteil von Produktivität.
Vielleicht ist sie der Boden, auf dem Gesundheit, Klarheit und Kreativität überhaupt erst wachsen können.
Oder anders gesagt:
Vielleicht ist Ruhe nicht die Zeit, in der nichts geschieht. Vielleicht geschieht gerade dann das Wesentliche.
Reise ins Organuniversum

