Kontrollzyklus: Wasser – Holz – Feuer
Vielleicht kennst du das: Einige Nächte schlecht geschlafen. Eigentlich bist du müde – und trotzdem kannst du nicht richtig herunterfahren. Du bist gereizter, innerlich aufgedreht, vielleicht spürst du dein Herz stärker oder es schlägt schneller. Der Körper ist erschöpft, aber irgendetwas in dir will weiter.
Welche Geschichte möchte dir dein Körper erzählen?
Der Blasenmeridian stellt keine Sinnfrage. Er macht weiter, weil er muss. Es ist seine Aufgabe.
Doch wenn Ruhe und Erholung fehlen, wird auch die Wasser-Ebene geschwächt. Die vorhandenen Reserven werden allmählich aufgebraucht. Und damit kann das Wasser das Holz nicht mehr ausreichend nähren.
Der Lebermeridian – das Holz – wird trotzdem aktiv. Sich zu bewegen, auszudehnen, nach vorne und nach oben zu streben, liegt in seiner Natur. Doch ohne ausreichend Nahrung und Substanz fehlt ihm möglicherweise die Klarheit und Geschmeidigkeit, die es dafür braucht.
So kann aus dem Holz ein trockenes Holz werden, das schnell Feuer fängt.
Und das Feuer? Das Herzfeuer kann plötzlich lichterloh brennen. Wie ein Strohfeuer.
Gleichzeitig ist das Wasser, das dieses Feuer kontrollieren und im Zaum halten könnte, durch die vorausgegangene Erschöpfung zu schwach.
Unser Herzfeuer reagiert sehr sensibel auf Veränderungen – genauso wie Flammen auf den Wind.
Innen wie aussen.
In der Natur wie im Körper.
Reise ins Organuniversum
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